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Zu Besuch bei Finja

Zu Besuch bei Finja ©rund-UM-photo

Das Gefühl – wie es ist – das die Uhr von einem Moment zum anderen anders tickt, kennen wir selber nur zu gut! Zum Glück hat der Mensch die Fähigkeit, die schlechten Dinge, die einem im Laufe des Lebens wiederfahren, irgendwann nach ganz unten in‘s Gedächtnis abzulegen.

Die letzten 2 Wochen waren für mich emotional sehr aufwühlend. Obwohl ich die Person, die die Diagnose Gehirntumor erhielt, kaum kenne, hat mich die Situation sehr bewegt. Erinnerungen, als unsere Familie sich mit diesem Thema auseinander setzen musste, waren von 0 auf 100 wieder da. …

Um für mich etwas Abstand zu bekommen, versuche ich dann immer an die vielen schönen Begegnungen, die ich im letzten Jahr hatte, zu denken. Davon möchte ich heute erzählen….

Die Familie, die ich im letzten Sommer mit meiner Kamera besuchte, kennt die Sorgen und Nöte um das Thema Gehirntumor auch zur Genüge. Eines ihrer Kinder erhielt 2015 auch die Diagnose und die Zeit war für die junge Familie sehr, sehr schwer.

Nun war ich einige Monate vorher schon einmal kurz dort und hatte ein Familienportrait erstellt. Wir sahen uns jetzt öfter, tauschten uns aus und es war eine Freude mitanzusehen, wie die kleine Finja wuchs und hart kämpfe. Im Juli packte ich dann meine Kameratasche erneut ein und fuhr recht spontan zu Aldingers.

Als ich dort ankam, war niemand zu sehen…Da bin ich einfach auf den Hof gegangen und hinten im Garten hörte ich die Kids schon juchen….

Dort sah ich etwas, was in der heutigen Zeit leider nicht mehr so oft zu sehen ist…

Die Kinder rannten und spielten barfuß auf der Wiese, tobten und waren ganz in ihrem Spiel versunken. In meiner Kindheit war das ganz normal, heutzutage nach meinen Empfindungen nicht unbedingt. Als sie mich entdeckten, nahm man mich gleich in „Beschlag“. Da kann ich ehrlich gesagt Zeit und Raum vergessen und es entstehen ganz nebenbei ganz natürliche Erinnerungen in Bildern…

Danke für euer Vertrauen!

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